Was steckt hinter diesem Spruch. Ist das eigentlich wahr ? Oder sind die Sorgen eigentlich konstant- nur empfindet man sie ein bisschen anders? Ich weiß es nicht. Als ich drei Kleinstkinder hatte (vor ungefähr 5 Jahren war das), fühlte ich mich morgens immer gerädert, zermürbt und müüüüüüüde. Die Sorgen waren natürlich ausschließlich auf die Ernährung-, Windelungs- und "der hat mir das weggenommen" - Maschinerie fokussiert. Ich nenne das mal: die Sorgen um das nackte Überleben (so ein Streit um Schaufeln im Sandkasten ist NICHT lustig).
Jetzt sind die Sorgen natürlich differenzierter. Schulaufgaben, Gymnasialempfehlung, Rechtschreibschwäche, hochbegabt...alles dabei. Heulkrämpfe beim gemeinsamen Lernen (eher bei der Mutter). Sorgen sind da, na klar. Eigentlich immer. Aber sind sie größer? Kann ich nicht sagen. Ich glaube man hört als Eltern gar nie wieder auf sich zu sorgen.
Keine schönen Aussichten? Och, naja, doch. Fassen es wir mal positiv zusammen: Ich bin jetzt gerade gleichzeitig in Klasse 1, 3 und 5 angelangt, habe die Mittelstufe noch vor mir. Vielleicht schaffen es meine Kinder ja zum Abitur, dann kann ich den Stoff, bei dem ich vor 30 Jahren in der Schule nicht aufgepasst habe, einfach jetzt nachholen. Ist doch super. Da sagt man, im Alter lernt man nix mehr. Von wegen! Bei mir geht es jetzt erst los. Und die Sorgen, ob ich den Stoff schaffe, den Liebeskummer bewältigen werde und meine Prüfungsangst in den Griff kriegen werde? Die habe ich dann immer noch. Ich werde sie akzeptieren, liebhaben und gut zu ihnen sein. Dann sind die Sorgen hoffentlich auch gut zu mir und bleiben, wo der Pfeffer wächst.