Meine!

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Freitag, 6. Dezember 2013

Ein fremder Post - zu gut um ihn nicht weiter zu veröffentlichen!!!!

Ich habe diesen Blog gefunden: NIKOLA HOTEL und den Brief, den die Autorin "Nikola" geschrieben hat. Er berührt mich. Aber lest selbst...

"Lieber Herr Röhrs,

wir kennen uns nicht persönlich. Trotzdem hatte ich das dringende Bedürfnis, Ihnen zu schreiben.
Ich bin aus allen Wolken gefallen, und daran sind Sie schuld!
Heute packte mein ältester Sohn seine Schultasche und ließ einen Satz fallen, der mich bis in die Haarwurzeln erbeben ließ. Er sagte:
»Oh, wie geil, morgen habe ich Chemie!«
Er meinte das nicht ironisch. Das erkannte ich an seinem breiten Grinsen und an der Tonlage, die nahe bei »Wir fahren gleich zu McDonald’s!« oder »Ich bin schon in Level 39!« lag.
Sie werden verstehen, dass mich diese Begeisterung in Erstaunen versetzte. Mein Sohn ist kein Streber. Er geht in die Schule, aber nicht freiwillig. Er lernt, weil er muss. Ansonsten interessiert er sich nur für drei Dinge: den Fußball-Verein, für den er spielt, die Bundesliga-Tabelle und Schalke 04. Außerdem kann er das Fernsehprogramm auswendig (Champions League), und er liest Zeitung (Sportteil).
Und nun spricht er von Chemie!
Ich versuchte, meinen Schock zu verbergen, aber es gelang mir nicht. Ich fragte ihn, was denn so Besonderes an Ihnen sei, dass er sich auf einmal für die Naturwissenschaften interessiere.
Er meinte: »Herr Röhrs ist einfach genial!«
»Was ist denn an ihm so toll?«
»Er ist nett.«
»Aha. Und sonst?«
»Er ist cool.«
Das half mir nun nicht wirklich. Ich wusste also, Sie sind nett und cool. Aber weiter?
»Was macht er denn anders als die anderen Lehrer?« Jetzt wollte ich es genau wissen.
»Er zeigt uns jedenfalls keine rote Karte, wenn wir laut sind, so wie die anderen.« Mein Sohn verdrehte die Augen.
»Was denn?«
»Wenn wir quatschen, dann ruft er ganz laut ›Hey, hey, hey!‹. Und wir müssen dann alle antworten: ›Ho, ho, ho!‹«
»Und dann seid ihr still?«
»Fast immer. Wenn noch einer stört, dann muss er Liegestütze machen.«
»Musstest du denn schon mal Liegestütze beim ihm machen?«
»Spinnst du? Ich will doch was hören!«
Ach.
Das war der Moment, in dem ich wirklich und wahrhaftig sprachlos war. Heute habe ich mir dann das Chemieheft meines Sohnes angesehen. Insgeheim hatte ich ja den Verdacht, dass Sie den Kindern einfach nur einen Kinofilm anstellen und es als Unterricht tarnen. Ist aber nicht so. Ich las, dass jede Arbeitsgruppe bei Ihnen einen Namen hat. Die Gruppe meines Sohnes heißt ACDC. Als Letztes hat mein Sohn bei Ihnen etwas über »Stoffeigenschaften« gelernt. Die Stationen, die er bearbeiten musste, hatten Namen wie »Heiß, heißer, am heißesten«, »Du bist aber anziehend!« oder »Alter Sack«.
In seinem Schnellhefter fand ich ein Arbeitsblatt mit dem Titel »Das seltsame Verhalten von Schokoriegeln«. Mein dauergelangweilter, pubertierender Sohn hat mit Begeisterung das Volumen von Milky Way und Snickers berechnet. Und er macht sich neuerdings über mich lustig, weil ich keine Ahnung habe, was ein Teclubrenner ist. (Ich hatte leider nicht Sie in Chemie, sondern Schwester Ingrid. Und Schwester Ingrid in der schwarzen Kutte … aber lassen wir das, die Erinnerung daran ist immer noch schmerzvoll.)
Warum ich Ihnen nun aber schreiben wollte, hat einen ganz simplen Grund: Ich möchte mich bei Ihnen bedanken.
Ich verehre und bewundere Sie!
Und ein wenig bin ich traurig, dass ich nicht Sie in der Schule hatte, sondern diesen Besen. Was hätte alles aus mir werden können, wenn nicht Schwester Maria Scholastika mit dem Stock auf das Pult geknallt hätte oder Schwester Ingeborg so viel gespuckt hätte, dass niemand bei ihr in der ersten Reihe hatte sitzen wollen. (Das, was sie da ausspuckte, roch auch nicht gut.)
Ich hätte Chemikerin werden können. Es klingt sehr spannend, wenn mein Sohn mich jetzt die verschiedenen Vokabeln abfragt, von Abdampfschale bis Rundkolben. Damals fand ich das nicht.
Ich weiß, dass nicht alle Lehrer sind wie Sie. Ich weiß, dass Sie etwas ganz Besonderes sind. Was sehr betrüblich ist, denn so wird aus meinem Sohn bestimmt nie ein Mathematiker oder ein Sozialwissenschaftler. Deshalb habe ich noch eine Bitte. (Und ich hoffe, Sie empfinden das nicht als unverschämt.)
Können Sie sich noch weiterbilden und eventuell noch das ein oder andere Fach übernehmen? Am liebsten wären mir Deutsch, Mathe, Englisch, Spanisch und Erdkunde. Das schaffen Sie doch! Eventuell würde Ihnen auch noch Politik gefallen? Ich bin auch gerne bereit, Sie zu unterstützen. Allerdings nicht heute, da muss ich die Fragen meines Sohnes beantworten. Er hat nämlich ein Chemie-Quiz gebastelt.
Frage 1: Woraus besteht Glas hauptsächlich?
Ich war so dämlich und habe die Antwort (Sand) nicht gewusst. Jetzt muss ich Liegestütze machen."

Freitag, 29. November 2013

Test Test TTTTest

Online eingestellt. Blogger vom iPhone. Sehr cool!

#46 Zahnfee-klammheimlich

Also, am Montag kommt mein Kleinster aus der Schule - strahlend- und hat einen Zahn verloren. Oben, einen 2er. Rechte Seite. Er grinst und freut sich. Und auch der Rest der Familie bestaunt und macht : "Oh, aaah. Super." Nun ja, es ist das dritte Kind und dessen siebter verlorener Zahn. Die Freudentänze werden verhaltener. Gut, das ist die eine Seite. Heute morgen (Freitag) steht mein total weinendes, verzweifelte Kind neben meinem Bett. Es schluchzt und schluchzt und schimpft : "Doofe, doofe Zahnfee. Gemein und gaaaaaanz schrecklich...!" Ich bin eigentlich noch nicht wirklich wach, es ist ja auch schon  5:45 h, grrrrmpf. Aber, ganz Mutter, sitze ich schon senkrecht im Bett und frage vorsichtig: "Was ist denn los mein Schatz?"

"IMMER ist noch nichts unter dem Kopfkissen vonnne Zahnfee. Seit 4 Tagen lege ich meinen Zahn unters Kissen und nichts. Vielleicht muss ich den aus der Zahndose nehmen, Mama? " schluchzt weiter und weiter.

OH OH OH, die Zahnfee, ähem, hat gar nicht mitbekommen, dass der Kleine den Zahn unters Kissen legte so selbständig und so selbstverständlich...uiuiui...und ohne erkennbare INFORMATION. Ich weiss echt nicht, wer das angefangen hat und vor allem wie man da wieder rauskommt. 
Frage: Muss ich jetzt jeden Zahn  - in Worten: JEDEN- Zahn vergolden?
Wie kann ich den Vertrag kündigen, welche Fristen habe ich-oder gilt das lebenslang. Und, ha, wenn ich dann im Rentenalter meine Zähne verliere...kommt sie dann auch zu mir? Den einen oder anderen Wunsch hätte ich schon, grins.



Mittwoch, 27. November 2013

#45 Sticker-juchu

So Folk, ich war heute mit meinen zwei GROSSEN (8 und 10 Jahre) bei Penny. Ja, ich weiß. Nicht Demeter oder Bio. Neee, bei Discount Penny. Ist ja auch immer ein Erlebnis. Ich mach das jetzt immer Mittwochs  - sozusagen als Bronxersatz - ne Quatsch. Der Penny ist halt ganz in der Nähe unseres Kinderarztes. So, jetzt hab ichs erklärt. ABER, was ich ja eigentlich erzählen will, ist was ganz anderes.
Meine Tochter, die große 8jährige ist ja bekannterweise stickersüchtig. Ich danke Edeka an dieser Stelle...alle Mütter wissen.... für ständige Aufkleber, Bücher, Alben. Und für den steten Auftrag AUSCHLIESSLICH bei Edeka einzukaufen...wegen der Sticker. So aber jetzt zurück zu Penny.
Wir sind an der Kasse. Sehr schön. Da fragt die Verkäuferin: "Sammeln sie Punkte?"  Ich so: "Och nö, nein Danke!" Meine Tochter, janz uffjerecht: "Oh doch, bitte, bitte. Wir sammeln!" Sehr schön, wir sammeln jetzt also auch Penny Punkte.

GRRRRRRRR. Hier liegen jetzt also: REWE Disney Sticker Alben, Edeka Tiersticker Alben, Punkte von Kaisers und nun auch endlich Penny Punkte. Klasse. Hier liegt ja sonst nix rum...


Dienstag, 26. November 2013

#44 Sorgen, Sorgen, Sorgen

"Kleine Kinder-kleine Sorgen, große Kinder-große Sorgen."

Was steckt hinter diesem Spruch. Ist das eigentlich wahr ? Oder sind die Sorgen eigentlich konstant- nur empfindet man sie ein bisschen anders? Ich weiß es nicht. Als ich drei Kleinstkinder hatte (vor ungefähr 5 Jahren war das), fühlte ich mich morgens immer gerädert, zermürbt und müüüüüüüde. Die Sorgen waren natürlich ausschließlich auf die Ernährung-, Windelungs- und "der hat mir das weggenommen" - Maschinerie fokussiert. Ich nenne das mal: die Sorgen um das nackte Überleben (so ein Streit um Schaufeln im Sandkasten ist NICHT lustig).
Jetzt sind die Sorgen natürlich differenzierter. Schulaufgaben, Gymnasialempfehlung, Rechtschreibschwäche, hochbegabt...alles dabei. Heulkrämpfe beim gemeinsamen Lernen (eher bei der Mutter). Sorgen sind da, na klar. Eigentlich immer. Aber sind sie größer? Kann ich nicht sagen. Ich glaube man hört als Eltern gar nie wieder auf sich zu sorgen. 

Keine schönen Aussichten? Och, naja, doch. Fassen es wir mal positiv zusammen: Ich bin jetzt gerade gleichzeitig in Klasse 1, 3 und 5 angelangt, habe die Mittelstufe noch vor mir. Vielleicht schaffen es meine Kinder ja zum Abitur, dann kann ich den Stoff, bei dem ich vor 30 Jahren in der Schule nicht aufgepasst habe, einfach jetzt nachholen. Ist doch super. Da sagt man, im Alter lernt man nix mehr. Von wegen! Bei mir geht es jetzt erst los. Und die Sorgen, ob ich den Stoff schaffe, den Liebeskummer bewältigen werde und meine Prüfungsangst in den Griff kriegen werde? Die habe ich dann immer noch. Ich werde sie akzeptieren, liebhaben und gut zu ihnen sein. Dann sind die Sorgen hoffentlich auch gut zu mir und bleiben, wo der Pfeffer wächst.

Montag, 25. November 2013

#43 Das ganze Leben...

Nummer drei wollte ja schon vor drei Jahren zu Opa ziehen. Dem gefällt es bei uns anscheinend immer noch nicht so richtig. Es begab sich letztes Wochenende und er bezog mal wieder sein eigentliches Zuhause. Rucksack für eine Nacht gepackt. Glückseliges Kind. Soweit so gut. Natürlich hat er noch eine Nacht drangehängt. Auch gut. Als ich ihn dann aber Sonntag -morgen- abholen wollte, rief er schon an : "Mama, komm doch bitte erst abends. Weißt Du, DU hast mich ja schon das ganze Leben."

Äh, ja.

Samstag, 23. November 2013

#42 Weltreise...

Also, meine Freundin ist eine Erstlingsmutter. Ja, ja, sie ist trotzdem noch meine Freundin. Sie macht das auch alles taff und ganz souverän und ist nicht so eine Überspannte. Es gibt allerdings eine kleine Sache. Das Verreisen. Da schickt sie mir gerade ein Foto, denn sie schläft diese Nacht mit ihrer Kleinen außer Haus.


Eine NACHT. Nicht 10 oder 20. Neeee. EINE. Ich bin fast umgefallen vor Lachen. War ich auch so?
Ich befürchte: ja, wenn nicht schlimmer...


Freitag, 22. November 2013

[#41] Teilzeit

Wie ge** ist das denn. Zwei Jahre weiter, eine Halbzeitstelle mehr und 3 Schulkinder gepaart mit einem Dienstreisenehemann, erfüllen den Tag um ein vielfaches. Sie erfüllen ihn so sehr, dass das Atmen abhanden kommt. Zumindest hin und wieder. Neudeutsch zelebriert man das Wort SCHNAPPATMUNG: Ich kenn das schon lange. Welche Mutter eigentlich nicht- man vergisst es einfach vor Hektik, Termindopplung, Schulaufgaben, Meeting, Klavierstunden, Arztbesuchen, Wäsche, Hockeytraining, Vokabeln... Und wenn man kurz vor Erstickung ist, dann erinnert einen die Lunge: mensch, atme! Und das passiert dann so "schnappartig". Hört sich an wie so ein Ton, den im Fernsehen immer die Ertrunkenen machen, wenn sie nach der Wiederbelebung aufwachen. Ich gebe zu, bei mir ist der Ton ähnlich.

Leider, leider fehlt mir dann meistens der Retter, der Muskulöse, der mit der Mund-zu-Mund Beatmung. Ihr wisst schon. Aber den Schnappatmungston, den kann ich. Gut, sogar. Grins.

#41a Technik Tyrann

Mein kleinster Sohn ist mittlerweile 5. Und wie schon immer geahnt entwickelt sich der Kleinste zum kleinen Technik-Tyrann. Ist ja nicht so, als wüsste man das nicht. Wir haben ja genügend Ratgeber gelesen, die einem sagen: Das jüngste Kind bitte nicht mit den Spielsachen der GROSSEN spielen lassen. Oder gar mit den Handy/Smartphones der Eltern...

Tja, irgendwie dumm gelaufen. Der 5jährige geht mit dem iPad besser um, als seine Mutter, kennt alle - wirklich ALLE- Fernbedienungen besser als ich. Und Saturn, ja ja, heißt nur noch SATURNIIIIIIIEEEE und wird mittlerweile ganz oben auf die Ausflugszieleliste gesetzt.

Oh ne, alles falsch gemacht. Aber auch alles.